Schuleingangsphase

Sozialpädagogische Förderung in der Schuleingangsphase 

Die Stelle der sozialpädagogischen Fachkraft der Schuleingangsphase (Jahrgang 1 und 2) wird von Alexandra Weinberg (Sozialpädagogin) besetzt und ist ein wichtiger Bestandteil an der Astrid Lindgren-Schule. 

Im Anmeldeverfahren wirkt die Sozialpädagogin mit und führt gegebenenfalls ein erstes Kennenlerngespräch mit den zukünftigen Schulkindern, während die Erziehungsberechtigten mit der Schulleitung die Anmeldeformalitäten erledigen. Zudem ist sie im Vorfeld daran beteiligt, einen guten Übergang vom Kindergarten in unsere Grundschule mitzugestalten. Hierfür steht sie teils auch in regem Austausch mit den Kindergärten selbst. 

In der Schuleingangsphase ist es die Aufgabe der sozialpädagogischen Fachkraft, in enger Zusammenarbeit mit der Klassenlehrkraft, Kindern mit möglichen Defiziten Hilfestellungen zu geben. Ziel jeder individuellen Förderung ist die erfolgreiche Teilnahme am Unterricht sowie der Aufbau von Lernkompetenz. 


Aller Anfang ist schwer! 

Da die Kinder sehr unterschiedliche Fähigkeiten und Lernvoraussetzungen mitbringen, haben wir bisher gute Erfahrungen damit gemacht, dass die Schulneulinge zu Beginn auch im Unterricht von der sozialpädagogischen Fachkraft begleitet werden. So besteht durch gezielte Beobachtung und Diagnostik frühzeitig die Möglichkeit, Auffälligkeiten zu erkennen und zeitnah mit der individuellen Förderung zu beginnen. 


Förderangebote der sozialpädagogischen Fachkraft

Insbesondere zielt die Förderung auf das Zusammenwirken von basalen Entwicklungsbereichen ab (Wahrnehmung, Motorik, Sprache, Mengenverständnis und der sozialen Kompetenz). Die Förderung kann sowohl im Klassenverband (innere Differenzierung) als auch in separaten Fördergruppen (äußere Differenzierung) stattfinden. Dies kann als Einzel- oder auch Gruppenförderung stattfinden. Welche Kinder in welchem Bereich gefördert werden, wird gemeinsam mit der Klassenlehrkraft und der Sonderpädagogin abgesprochen. 

 

Förderung im Klassenverband (innere Differenzierung) 

Die Unterrichtsbegleitung hat das Ziel die Kinder im Unterricht zu unterstützen. Gerade zu Beginn des Schuljahres ist es förderlich, häufig mit einer Doppelbesetzung in der Klasse zu sein, um Zeit für das einzelne Kind zu haben und den Übergang zwischen Kindergarten und Grundschule positiv zu gestalten. 

 

Die Förderung im Klassenverband umfasst unter anderem folgende Inhalte: 

 

-      Arbeitsplatzorganisation, Arbeitsplanung und Arbeitsorganisation 

-      Steigerung der Konzentration und Aufmerksamkeit 

-      Förderung der Feinmotorik (Stifthaltung und Kraftdosierung) 

-      Stärkung des Selbstvertrauens und der Selbstständigkeit 

-      Entwicklung eines Aufgabenverständnisses 

 

Förderung in Lerngruppen (äußere Differenzierung) 

Nach einer Eingewöhnungsphase für die Kinder und einer Beobachtungsphase für die Klassenlehrkraft und die sozialpädagogische Fachkraft beginnt dann gegebenenfalls die Arbeit in den Kleingruppen. Die inhaltliche Ausgestaltung orientiert sich neben dem Bedarf der Kinder an den Unterrichtsinhalten. Zu den o.g. Bereichen werden feste Gruppen gebildet, in denen die unterschiedlichen Entwicklungsbereiche gefördert werden. 


Arbeit der sozialpädagogischen Fachkraft im 2. Jahrgang 

Im 2. Schuljahr wird an die Arbeit des Vorjahres gezielt angeknüpft. 

 

Ferner wird für den Jahrgang 2 das Fach „Soziales Lernen“ eingeführt. Für uns und Ihr Kind ist es wichtig, dass es sich an der Schule und in seiner Klasse wohlfühlt. Im sozialen Lernen lernen sie sich noch besser kennen, sie üben, einander zu erzählen und zuzuhören, Geduld zu haben, einander zu helfen und fair miteinander umzugehen. Es kommen verschiedene spielerische Übungen, Gespräche und Geschichten zum Einsatz, um diese Ziele zu erreichen. Die wichtigsten Beiträge aber liefern die Kinder selbst, wenn sie ihre eigenen Erlebnisse und Erfahrungen erzählen und anderen beim Erzählen zuhören. 

 

Elternarbeit 

Ein weiterer bedeutender Baustein für einen guten Schulstart ist der Austausch und die Zusammenarbeit mit den Eltern/Erziehungsberechtigten. Unsere sozialpädagogische Fachkraft steht den Eltern jederzeit, neben der Klassenlehrkraft, als Ansprechpartner zu Verfügung. 

 

Des Weiteren unterstützt die sozialpädagogische Fachkraft bei Bedarf die Lehrkraft bei Gesprächen im Rahmen der Elternsprechtage und nimmt an Elternabenden teil. 

 

Ferner informiert sie über notwendige außerschulische Therapieangebote, sowie mögliche Antragsstellung über Bildung & Teilhabe und vermittelt bei der Kontaktaufnahme zu Behörden oder Erziehungsberatungsstellen. 


Fragen oder Terminvereinbarungen mit unserer Sozialpädagogin können gerne über IServ an [email protected] erfolgen. 


Eingangsdiagnostik

Durchführung an unserer Schule: Zum Ende des Jahres führen wir mit den künftigen Schulanfängern der Astrid Lindgren-Grundschule die Eingangsdiagnostik durch. Dies bedeutet, dass alle Kinder, die im kommenden Jahr eingeschult werden, in Kleingruppen in die Schule eingeladen werden. Die Aula der Schule ist entsprechend dafür gestaltet und bietet eine angenehme Atmosphäre, in der sich Ihre Kinder wohlfühlen sollen.

 

Gemeinsam mit der sozialpädagogischen Fachkraft der Schuleingangsphase und einer weiteren Fachkraft, meist der Sonderpädagogin, werden die Kinder verschiedene Aufgaben spielerisch bearbeiten.

 

Es wird sich über die Lernvoraussetzungen ausgetauscht, die jedes einzelne Kind mitbringt und darüber, wie weit es in seiner sozialen und emotionalen Entwicklung gereift ist. Wir erhalten so rechtzeitig Informationen zur Lernausgangslage und damit eventuell Hinweise zu einer frühen Förderung.

 

Auch sind uns die Gespräche mit den Kindern eine wichtige Grundlage, um die Klassen später so homogen wie möglich einteilen und auf die evtl. besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder eingehen zu können.

 

Die Beobachtung zielt auf Kompetenzbereiche ab, die erfahrungsgemäß auf erfolgreiches Lernen und Arbeiten am Schulanfang Einfluss haben.

 

Die zu beobachtenden Kompetenzbereiche sind:

·       Grobmotorik 

·       Feinmotorik 

·       Wahrnehmung 

·       Sprachkompetenz

·       Phonologische Kompetenz

·       Pränumerische Kompetenz 

·       Merkfähigkeit

·       Arbeitsverhalten und sozial-emotionales Verhalten

 

Die Kinder erhalten im Vorfeld per Post eine Einladung für den entsprechenden Tag. Das Spiel selbst findet ohne die jeweiligen Eltern statt und dauert ungefähr 60 Minuten.